Ohanabande

Familie ist ALLES

10 Jahre durch dick und dünn

Unglaublich, aber wahr. Mein Mann und ich sind heute schon 10 Jahre zusammen. Scheiße, ich werde alt. Und so verpeilt und unmöglich unser Kennenlernen war, so turbulent waren die letzten Jahre auch. Auf den Abend als wir uns, nennen wir es leicht angetrunken, trafen, gehe ich jetzt mal nicht näher ein. Diejenigen, die dabei waren oder die Story kennen, lachen heute noch darüber. Aber ja, so ist es nunmal, wir waren jung und brauchten das Geld.

Irgendwie wusste ich recht schnell, dass das der Mann meines Lebens ist. Er war charmant, lustig, süß, ähm ne, nicht süß (Männer sind nicht gerne süß, ihr versteht), geil, ja ein geiler Typ, voll mein Typ und irgendwie auch so gar nicht. Und spätestens als wir wild hüpfend zu Narcotic von Liquido anfingen zu knutschen (im Hüpfen, leicht angetrunken) auf einer völlig überfüllten Tanzfläche, wusste ich, das ist irgendwas ganz besonderes was hier beginnt.

Ich weiß nicht, ob irgendjemand auf dieser Welt jemals an uns und unsere Liebe geglaubt hat. Denn wir sind so verdammt verschieden und uns doch so ähnlich. Wenn ich zurückdenke haben wir viele Hürden meistern müssen. Selbstauferlegte, völlig unnötige Hürden, die nur in unseren Köpfen existierten. Bei uns flogen so manches Mal die Fetzen. Aber nicht so ein bisschen heititei, wir streiten uns jetzt mal. Neenee, so richtig, mit Anschreien und du bist doof, ne du bist viel doofer und ich trenne mich, ich halt das mit dir nicht mehr aus, Türen knallen, ins Auto setzen und weg fahren und am Ende in den Arm nehmen und sagen, wie sehr man sich liebt und das man nicht ohne den anderen sein will. Ihr seht schon, wir sind so ein wenig temperamentvoll. Oder ich bin temperamentvoll und mein Göttergatte launisch. Wir ergänzen uns super. Denn beim Streiten gibt erstmal keiner nach. Pah, wäre ja noch schöner.

Aber genauso wie wir total unterschiedlich sind, sind wir in vielen Punkten auch absolut ähnlich. Wir nehmen ständig Rücksicht auf andere und das führt auf Dauer, ja genau, zu Streit! Wir wollen es Anderen recht machen und das führt auf Dauer zu, naaaa? Genau zu Streit! Ihr merkt schon, es ist nicht so ganz leicht mit uns.

Eins weiß ich aber ganz genau. Wir lieben uns! Unsere Verbindung ist unglaublich stark. Andere verstehen das vielleicht nicht, denn sie kennen uns nicht so wie wir uns kennen. Es gibt viele Punkte, da könnte ich meinen Liebsten nehmen und schütteln und mich tierisch über ihn aufregen und mich zum Wutzwerg entwickeln und schimpfen wie ein Rohrspatz. Ok, sind wir ehrlich, ich schüttel ihn vielleicht nicht, aber ich reg mich tierisch auf und werde zum Wutzwerg und schimpfe wie ein Rohrspatz. Ihm geht es da mit mir nicht anders, dabei bin ich sowas von umgänglich und pflegeleicht 😝. Keine Ahnung was er für ein Problem hat.

Genauso gibt es aber Dinge, und die überwiegen, wo ich ihn einfach nur in den Arm nehmen möchte, ihm sagen möchte, wie sehr ich ihn liebe und weiß, dass ich gesegnet bin. Gesegnet mit einem Mann der mich liebt, zwei wundervollen Kindern und einem glücklichen Leben.

Du bist meine Insel, meine Sandbank weit im Meer.
Ich kann mich zu dir flüchten. Du setzt dich für mich zur Wehr.
Wir sind so verschieden und doch ähnlich. Ich geh‘ mit auf deinem Weg.
Wie vermisse ich dich sehnlich.
Bist du nicht an meinem Steg?
Du bist meine Insel, meine Sandbank weit im Meer.
Und ich wünscht‘ du wärst näher,
denn ich brauch‘ dich so sehr. (Sarah Connor)

In diesem Sinne wünsche ich uns einen tollen 10. Jahrestag, einen schönen 5. Hochzeitstag und weitere glückliche Jahre, in denen die fröhlichen Tage überwiegen und selten Streit herrscht. Ganz ohne geht auch nicht, wär doch öde 😉

Zahnpasta selbst gemacht – für weiße Beißerchen

Auf meinem Instagramprofil hab ich euch von meiner selbstgemachten Zahnpasta berichtet. Die Resonanz war hoch, sodass ich euch hier die Zubereitung der Zahnpasta näher bringen mag. Eine natürliche Zahnpasta ohne Fluorid, gut für die Zähne, die für frischen Atem sorgt und die Beißerchen schonend aufhellt. Klingt zu gut um wahr zu sein, oder? Wo ist da der Haken fragt ihr euch? Ganz einfach: Ihr müsst etwas eurer Zeit beanspruchen, um sie herzustellen. Und das war es auch schon. Ziemliche Win-Win-Situation, oder? Wer also Lust auf eine tolle Alternative zu normaler Zahnpasta hat liest jetzt bitte weiter.

Ich habe mein Liebslingsrezept auf smarticular gefunden und es nach meinem Geschmack abgeändert.

Nur wenige Zutaten nötig

Ihr braucht:

  • 1 EL Kokosöl (ich nehme dieses hier von mituso)*
  • 1TL Kurkuma-Pulver (z.B. hier)*
  • 1 TL Xylit (z. B. von Birkengold)*
  • 1/2 TL grobes Salz
  • 1 Messerspitze Natron
  • 3 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Pfefferminze, Lavendel)

Nun werden Kurkuma, Xylit, Salz und Natron fein gemörsert und vermischt. Das Kokosöl leicht erwärmen und die trockenen Zutaten hinzufügen und unterrühren. Zum Schluss noch euer liebstes ätherisches Öl eintropfen und in ein Schraubgefäß füllen. Die Raumtemperatur entscheidet über die Konsistenz der Paste. Wer sie lieber cremig mag, sollte sie eher warm stellen. Falls eine festere Konsistenz gewünscht wird z.B. im Kühlschrank aufbewahren.

Probiert es mal aus und lasst mich wissen, ob ihr genau so Gefallen daran gefunden habt wie ich.

Alles Liebe, Johanna

*Bei den Produkten handelt es sich um Affiliate-Links. Ich bekomme eine kleine Provision, für euch wird der Einkauf aber keineswegs teurer. Danke für die Unterstützung.

ambulante Operation – Mandelteilentfernung, Polypen, Trommelfellschnitt

Nachdem Motti den Kinderklinikaufenthalt gut überstanden hat und wieder gesund ist, stand für den 16.5. beim Räuber eine Operation an. Aufgrund von nächtlichen Atemaussetzern, ständiger Husterei und laufender Nase, Schnarchen, dass die Wände wackeln und unruhigen Nächten haben wir uns für die OP entschieden.

Stationär oder ambulant operieren lassen

Mein Mann und ich haben lange und viel Hin und Her überlegt. Sollen wir eine vollstationäre Operation durchführen lassen? Oder ist es für den Räuber besser, wenn wir es ambulant machen lassen und er zu Hause gesund werden kann? Bei Motti habe ich gesehen wie lang so ein Tag im Krankenhaus werden kann, wenn man nicht raus darf, kaum Spielzeug hat. Und überhaupt, zu Hause ist es doch am Schönsten.

Zum operierenden Arzt habe ich sofort volles Vertrauen gefasst. Und nachdem er sagte, dass er 14 Tage nach der OP rund um die Uhr notfallmäßig zur Verfügung steht, stand die Entscheidung fest. Der Räuber wird ambulant operiert.

Immer ehrlich alles erklären

Ich bin ein Freund davon Kinder mit einzubeziehen und ihnen auf kindliche Art und Weise zu erklären was passiert. Das haben wir während der Schwangerschaft mit Motti schon so gemacht. Der Große durfte den Bauch streicheln und küssen, wir haben erklärt, dass dort seine kleine Schwester drin ist, dass sie irgendwann raus möchte und Papa und Mama dann ins Krankenhaus müssen und er bei Ilka bleibt etc. Und er hat das alles so toll gemacht. So, so toll! Ich rede mir einfach ein, dass das auch damit zu tun hat, wie wir im das Ganze näher gebracht haben.

Jedenfalls haben wir dem Räuber auch diesmal erklärt, was passieren wird. Das seine Mandeln teilweise entfernt werden müssen, damit er besser schlafen kann. Dass die Polypen aus seiner Nase raus müssen, damit er wieder besser Luft bekommt. Und dass seine Ohren auch operiert werden müssen, damit er wieder gut hören kann. Dazu müssen wir ins Krankenhaus und dann bekommt er einen Pieks in die Hand, so wie Motti als sie im Krankenhaus lag.

Als wir das Anästhesievorgespräch hatten bekam er zwei Zauberpflaster mit, die wir morgens vor der OP auf die Hände kleben sollten. Und die Anästhesistin sagte ihm, dass er im Krankenhaus dann noch einen Zauberschnaps bekommt. Uiuiuiu, das hat gezogen.

Tag der Operation

Wir sollten um 7:30 Uhr nüchtern (also der Räuber^^) im Krankenhaus sein. Gegen 7:00 Uhr haben wir brav die Zauberpflaster aufgeklebt und uns auf den Weg gemacht. Dann ging es pünktlich los. Es waren vier Kinder zur ambulanten Operation angemeldet, der Räuber war als Zweiter geplant. Aufgrund der Vielzahl von Operationen, durfte nur ein Elternteil mit in den Aufwach- und Vorbereitungsraum. Der Papa musste somit draußen warten.

Als Erstes musste sich der Räuber schick machen und auch ich musste eine Haube, einen Kittel und Clogs anziehen. Dann ging es auf sein Bett, wo schon ein Kuschelhase auf ihn wartete. Sein treuer Freund Kuschelhund Anton war natürlich auch mit und wich ihm den ganzen Tag nicht von der Seite. Kurze Zeit später gab die Krankenschwester auch schon eine Runde Kinderschnaps aus, der ziemlich schnell seine Wirkung erzielte. Die Kids waren plötzlich recht lustig und „flogen“ durch den Raum. Und da waren ganz viele Sterne an der Decke und überhaupt kicherte es aus allen Ecken. Die Augen wurden immer schwerer, aber tapfer immer wieder aufgerissen. Fühlte sich wie die Betreuung eines besoffenen Freundes an. Wir Muttis haben auch gleich einen Schnaps gefordert, aber keinen bekommen. Ich sag euch, dass ist ein Teufelszeug. Hochprozentiges ist ein Scheiß dagegen 😉

Als es losging durfte ich den Räuber in den OP-Saal tragen. Dort wurde ihm eine Maske über Mund und Nase gelegt. Dann schlief er ein und ich wurde aus dem Raum begleitet. Ich war so erleichtert, dass der Zugang erst gelegt wurde, als der Räuber schon schlief. Ist doch viel weniger stressig für alle, als wenn sie die Nadel einem sich mit Händen und Füßen wehrenden Kind setzen.

20 Minuten später kam der Arzt zu mir und sagte, dass alles gut gegangen ist und er keine Röhrchen legen musste. Kurze Zeit später wurde der Räuber in sein Bett getragen. Dort schlief er erstmal für eine Stunde. Auch hier war ich wieder mehr als froh. Denn das Mädchen, welches vor ihm operiert wurde, wurde schon schreiend aus dem OP getragen und schrie dann 15 Minuten durch. Nach einer MandelOP!!! Die kleine Maus tat mir so leid.

Auch das Aufwachen ging relativ gut. Kurzes Anweinen, dann hab ich mich ganz doll zu ihm gekuschelt und wir haben Bücher gelesen. Irgendwann sagte er, dass er Durst hat. Die Schwester guckte etwas verdutzt, freute sich aber und schüttete ihm einen kleinen Schluck ein. Er trank und wollte noch mehr. Mir wurde erst später klar, dass wir auch hier wieder riesen Glück hatten. Denn die anderen Kinder mussten zum Trinken „gezwungen“ werden. Und die ersten Male kam es bei allen im hohen Bogen wieder raus. Was hab ich bloß für einen robusten kleinen Kämpfer?!

Vier Stunden nach der OP durften wir nach Hause, bewaffnet mit Schmerzsaft und Nasentropfen. Und der Räuber? Der wollte sofort ein Eis und abends wünschte er sich Nudeln. Und wenn wir ihn nicht ein wenig gebremst hätten, wäre er sofort auf sein Laufrad gestiegen. Wer es nicht gewusst hat, hätte niemals geglaubt, dass dieser fröhliche Kerl gerade unter Vollnarkose operiert wurde.

Die ersten Nächte durfte der Räuber in der Mitte bei uns im Bett schlafen und tagsüber ganz viel Eis essen. Das machte das Kindergartenverbot erträglicher. Nach zwei Tagen hat er schon wieder völlig normal gegessen und gespielt. Nur bei Wutanfällen oder Schreiattacken habe ich versucht ihn schnellstmöglich zu beruhigen, aus Angst vor Blutungen im Hals.

Nun ist die OP fast drei Wochen her und wir bereuen nicht sie ambulant gemacht zu haben. Zu Hause hat man viel mehr Freiheiten und Möglichkeiten das Kind zu beschäftigen. Also falls jemand von euch vor der Entscheidung steht: Ich würde es immer wieder so machen.

Habt ein schönes langes Pfingstwochenende.

Eure Johanna

4 Tage Kinderklinik – Fieber, Grippe, Tropf

Motti war krank. Jeden Abend stieg ihr Fieber auf fast 40 °C. Ab Ostermontag war sie am Husten und schlapp, zumindest abends. Tagsüber war sie ein Energiebündel und am Strahlen wie immer.

Mittwoch Nachmittag kam plötzliches Erbrechen hinzu, sie hing nur noch erschöpft auf meinem Arm, war kaum bei sich. Also den Räuber bei meinem Bruder untergebracht, da der Papa noch bei der Arbeit war, meine Mutter eingepackt und ab zur Notfallklinik. Dort angekommen wurde das Fieber bei 39,9°C gemessen. Ich bot Motti immer wieder trinken an, doch sie wollte nicht. Somit gab es ein Fieberzäpfchen und ein Zäpfchen gegen das Erbrechen.

Kurze Zeit später kam eine sehr junge Assistenzärztin und erklärte mir, dass sie nun einen Zugang legt, um das Blut zu testen. Und für den Fall, dass ein Tropf benötigt wird, liegt die Braunüle dann schon. Ein Tropf? Hab ich gerade richtig gehört? Schei.. Und als ich dieses Piekseding sehe, mit der sie meiner kleinen Maus in den Arm stechen will, wird mir ganz anders. Ich bin wirklich eine totale Mimose, wenn es um Spritzen geht. Panisches Atmen, Schwindel, Umkippen, alles schon dabei gewesen. Johanna, reiß dich zusammen und steh Motti jetzt verdammt nochmal bei. Ohne verheulte Augen und verängstigte Blicke. Ist schließlich nicht dein Körper in den da gleich gepiekst wird. Tja, und plötzlich wird man zur Löwin. Kennt ihr das auch? Etwas wobei man sonst der letzte Schisser ist, was man sich nicht angucken kann. Wenn es um das eigene Kind geht, ist man tapfer bis zum geht nicht mehr.

Und dann fing die gute Dame an den Zugang zu legen. Zunächst stach sie in die linke Ellenbeuge, zog die Spritze wieder heraus, stach wieder, suchte eine Ader, fand keine, also Braunüle wieder raus. Ich muss ziemlich schwer geatmet haben, denn die Kinderkrankenschwester fragt mich plötzlich: „Soll ich eine weitere Schwester dazuholen? Nicht das sie umkippen, sie können gerne rausgehen“. Na klar, als ob ich meine Tochter hier alleine lassen würde. Niemals! Dann ging es an die linke Hand, Pieks, Ader suchen, wieder raus, wieder rein, Ader suchen, keine zu finden, stocher, wühl, aaahhh. Und dabei schrie Motti sich die Seele aus dem Leib. Als sie anfing am Kopf nach einer Ader zu suchen, platze aus mir heraus: „Ich möchte bitte, dass eine erfahrenere Ärztin den Zugang legt!“ Das tat mir im Nachhinein leid, sie muss es ja auch lernen, so kurz nach dem Studium. Und sie wurde ja selber schon ganz unruhig, weil es nicht klappte. Aber ich konnte mein Kind einfach nicht mehr so leiden sehen.

Es kam eine andere Ärztin und -zack- lag der Zugang in der rechten Hand. Nachdem das Blut untersucht war stand fest, wir müssen bleiben. Entzündungswerte viel zu hoch, Flüssigkeit im Körper viel zu wenig. Puh, eigentlich dachte ich, wir würden zu Hause schlafen. Nunja, so ist das jetzt. Also den Menne anrufen, damit er ein paar Sachen für die Nacht einpacken kann. Später kam er mit dem Räuber vorbei und holte meine Mutter ab. Dem Großen haben wir das alles erklärt und er hat es toll mitgemacht. Nachts hat er sich zu Papa ins Bett gekuschelt und morgens hat Omi ihn in den Kindergarten gebracht.

Am Donnerstag bei der Visite erfuhr ich, dass Motti erst nach einer tropffreien Nacht nach Hause darf. Tja, und da sie immer mal wieder das Essen und Trinken verweigerte und abends weiterhin auf 39,5°C hochfieberte, durften wir unseren All-Inclusive-Aufenthalt in der Uniklinik noch bis Samstag fortsetzen. Alle waren super lieb, wir hatten sogar den Luxus eines Zimmers für uns alleine. Auch um den Räuber musste ich mir keine Sorgen machen, denn der wurde von Papa bestens betreut und durfte dann Urlaub bei Oma und Opa machen. Nur durfte Motti das Zimmer nicht verlassen. Wir durften nicht ins Spielzimmer, nicht auf dem Flur umherlaufen, zu hoch die Ansteckungsgefahr. Für 30 Minuten durften wir an die frische Luft, aber nur mit hohem Bogen um alle Kinder.

Und da Motti ein absolutes Draußenkind ist, stank ihr das gewaltig. Besonders da vor unserem Fenster direkt der Spielplatz war. Ihr liebster Platz war auf der Fensterbank, um aus dem Fenster zu gucken. Immer wieder zeigte sie auf ihre Jacke und die Tür, ein Flehen endlich raus zu dürfen.

Es ist überstanden, es dauerte nur vier Tage. Immer wieder schwirrten Gedanken in meinem Kopf umher, wie gut wir es doch haben, wie viele Kinder es gibt, die Wochen, Monate oder noch länger im Krankenhaus verbringen müssen. Dankbarkeit darüber, dass uns zwei gesunde, aufgeweckte Kinder geschenkt wurden, machte sich breit. Solche Momente machen einem wieder bewusst, was wirklich zählt. Dinge, die im Alltag selbstverständlich erscheinen, es aber verdammt nochmal nicht sind. Leben, jeden Tag, mit Freude, mit lautem Lachen, mit Liebe und Träumen.

Nehmt eure Liebsten so oft es geht in den Arm und haltet sie ganz, ganz fest.

Bevor du in den Kindergarten gehst

Hallo mein Großer,

wie geht es dir? Bist du genauso aufgeregt wie ich, dass du nun bald den Kindergarten besuchst? Wahrscheinlich wirst du es lockerer nehmen als ich, bereits freudig mit deinen neuen Freunden spielen während ich mir auf dem Heimweg Gedanken mache, ob es dir gut geht. Und das ein oder andere Tränchen wegwische.

Wann bist du eigentlich so groß geworden

Gerade hast du doch noch friedlich schlummernd, schnarchend und pupsend im Wohnzimmer auf dem Bauch gelegen, hast das Krabbeln gelernt, dann das Laufen und immer neue Wörter geformt. Und jetzt bist du doch tatsächlich schon 3. Du machst mich so glücklich und gleichzeitig so so sooo wahnsinnig mit deinem Sturkopf. Aber das wusste ich ja schon bei deiner Geburt, dass da ein echter Dickkopf zu uns gekommen ist. Schließlich wurde dein Kopfumfang von den Kinderkrankenschwestern mit Ausrufezeichen auf der Geburtskarte gekennzeichnet.

4.160 g pures Glück

Morgens um 7:29 h am 27. 03. 2014 war dein Schreien das Schönste, was ich je gehört habe. Du hast mich zur Mama gemacht. Du kleine zerknitterte Knautschkugel. Und ich wusste sofort, dass ich für dich alles tun würde. Liebe nahm plötzlich völlig neue Dimensionen an. Nie hätte ich für möglich gehalten, wie sehr man einen Menschen lieben kann, den man gerade erst kennengelernt hat. So fühlt sich Mama sein also an. Überschäumende Liebe, Stolz und noch viel mehr Liebe.

Wir sind ein gutes Team

Es ging recht schnell, dass wir zwei uns aufeinander eingestellt haben. Stillen klappte problemlos, geschlafen hast du auch recht gut. So konnte ich mein Studium relativ zügig wieder aufnehmen und bereits als du drei Monate alt warst die nächsten Prüfungen schreiben. Danke dafür.

Wir haben es uns schön gemacht. Spielplatzbesuche, mit Freunden treffen, spielen, lachen, albern sein. Ja, ich hab so manches mal geschimpft, wenn du mal wieder in einer ‚Phase‘ gesteckt hast und sehr knötterig warst. Erst jetzt, wo deine wirklich wundervolle Schwester bei uns ist, weiß ich was es heißt, ein schreiendes, anhängliches Kind zu haben. Und das du eigentlich ziemlich pflegeleicht warst.

Du bist ein toller großer Bruder

Seit etwas über einem Jahr bist du nicht mehr allein mit uns. Schon während der Schwangerschaft warst du so vernünftig, hast mir oft geholfen, meinen Bauch gestreichelt und Küsse darauf verteilt. Als Motti dann da war, wolltest du sie sofort halten, küssen und mit nach Hause nehmen. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Du zeigst jeden Tag wie gern du deine kleine Schwester hast. Auch wenn es nicht immer leicht ist großer Bruder zu sein. Wie oft sagst du mir „Motti macht mir immer alles nach und kaputt, ich will jetzt nicht mit ihr spielen.“ Aber spätestens wenn es Zeit fürs Bett wird, ist alles vergessen und es gibt einen dicken Gute Nacht Kuss 💋

Meilenstein windelfrei

Auf deinem bisherigen Weg hast du schon so viel geschafft, gelernt. Deine letzte Herausforderung war die Windel, denn du hast dich so vehement gegen die Toilette gewehrt. Das Abstillen, sogar das ohne Schnuller sein, waren ein Klacks gegen den Klobesuch.

Doch von heute auf morgen, zwei Wochen bevor der Kindergarten startet, bist du plötzlich trocken. Glaub mir, die Erzieherinnen sind dir dankbar dafür. Und ich auch. Ein Wickelkind reicht völlig. Ich weiß nicht wohin mit meiner gewonnenen Zeit.

Du merkst schon, du bist toll

Ein aufgeweckter, lebensfroher Räuber, der es faustdick hinter den Ohren hat. Ich wollte schließlich immer einen kleinen Lausbub und mit Michel nimmst du es, zum Glück, noch nicht auf. Charmant bist du auch und dein Lachen ist ansteckend. Bleib wie du bist, naja über das auf uns hören könnten wir nochmal sprechen, doch sei stets frech, wild und wunderbar.

 

Happy Birthday Großer! Ich hab dich so lieb wie alle Sterne und Monde (und eigentlich noch viel viel mehr)

Bitte schlaf endlich

Meine Tochter ist eine schlechte Schläferin. So ein Sonnenschein sie sein kann, wenn es ums Schlafen geht, bringt sich mich um den Verstand. Seit Monaten ist sie tagsüber nur schwer zum Schlafen zu bewegen und auch nachts wird sie teilweise alle halbe Stunde/Stunde wach und verlangt nach der Brust. Nuckel verweigert sie, Flasche nimmt sie nicht. Ich kann es ihr ja auch nicht verübeln. Wer würde sich nicht für die kuschelige Brust entscheiden, ganz nah bei Mama, warm und gewohnt anstatt für einen Brustersatz aus Latex. IMG_20160912_103947

Das Stillen an sich stört mich auch überhaupt nicht. Ich kann das Stillen mit meiner Tochter durchaus genießen. Viel mehr Gedanken mache ich mir um das regelmäßige Aufwachen von ihr, keine Erholung im Schlaf finden, das panische Schreien, wenn man zu Bett gehen nur andeutet. Abends schreit sie sich so in Rage, dass sie sich teilweise übergeben muss. Und das nur weil ich den Raum verlasse, um den Großen ins Bett zu bringen. Papa bleibt dann natürlich bei ihr. Oder weil ich versuche, sie ohne Stillen zum Schlafen zu bewegen.

Und dann kommt der Räuber noch dazu. Auch er möchte Aufmerksamkeit von Mama, er soll erholsam Schlafen und nicht immerzu von seiner kleinen Schwester wach geschrien werden. Er möchte sehr viel kuscheln derzeit, ist extrem jammerig, schließlich kommt die Babyschwester mit weinen ja auch durch. Und meine Geduldsleine ist durch akuten Schlafmangel ziemlich kurz geworden, sodass er doch den ein oder anderen ‚Anraunzer‘ abbekommt, den er nicht verdient hat.IMG_20170111_125109_557

Tja, und dann komme da noch ich. Hier kommt jetzt eine Aussage einer völlig fertigen Mama: Ich kann und will manchmal einfach nicht mehr! Ja, ich bin am überlegen abzustillen, um abends mal wieder aus dem Haus zu können. Ja, ich habe manchmal den Gedanken, einfach wegzugehen wenn sie schreit. Soll sich doch wer anders damit rumplagen. Ja, ich möchte manchmal alles hinwerfen, mich unter der Decke verkriechen und heulen. So, da habt ihrs. Ich bin eine egoistische Rabenmutter.

Als ich mein Leid mit dem Schlafen bzw. Nichtschlafen und Dauernuckeln an der Brust unserer Kinderärztin schilderte, war ich überrascht. Ich hatte damit gerechnet, dass sie mir sagt, dass das normal ist, dass manche Kinder eben so sind, dass ich durchhalten soll. Aber sie reagierte ganz anders. „Dann müssen Sie wohl mal anfangen, ihre Tochter zu erziehen. Sie haben wohl ein Exemplar mit besonders starkem Willen bekommen. Aber manchmal müssen Eltern ihren Willen auch durchsetzen. Wenn Sie abstillen wollen, dann tun Sie es. Da muss sie eben schreien.“

Das hat gesessen. Und nun? Ich halte nichts davon ein Kind schreien zu lassen. Sie schreit doch nicht ohne Grund, sie braucht mich, meine Nähe. Auf der anderen Seite gehe ich auf dem Zahnfleisch mit Augenringen bis zum Fußboden, der Haushalt könnte auch mal wieder vernünftig gemacht werden und die letzten Wochen, bevor der Räuber nun bald in den Kindergarten kommt, würde ich gerne noch mit ihm genießen.IMG_20160927_083021

Vielleicht muss ich es testen. Stillen, sie dann an den Papa oder die Oma weiterreichen und gehen. Außer Hör- und Riechweite. Damit sie mich nicht wahrnimmt und ich ihr Schreien nicht höre. Denn ich kann es nicht ertragen, wenn sie aus voller Kehle schreit. Dann muss ich einfach dazwischen gehen. Ziemlich doof für den Papa (oder eine andere Person). Im besten Fall beruhigt sie sich ja schnell wieder und schläft ein. Vielleicht läuft es besser als erwartet. Ich bin schließlich nicht ihre einzige Bezugsperson.

Vielleicht, ganz vielleicht werde ich das irgendwann testen. Wenn der Leidensdruck zu groß wird. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie nicht alleine gelassen wird, egal wie doll sie weint. Denn das ist meine Horrorvostellung, alleine in einem Raum, rufen und schreien und niemand kommt.

Sollte es dazu kommen, dass ich mein Mädchen einen Abend an eine Person gebe, der ich voll und ganz vertraue, werde ich den Abend und die Nacht wohl mit sorgenvollen Gedanken und Tränen verbringen. Ich denke, ich bin noch nicht bereit dazu.

Hat jemand Erfahrungen? Immer her damit! Denn ich komme mir vor wie der letzte Loser. Bei meinem Sohn hat es doch auch geklappt und der hat auch gerne gestillt. Also helft mir!

Danke, Eure Johanna

Unsere Abendroutine – Schlaf Kindlein, schlaf

Seit wir zwei Kinder haben mussten wir das Abendritual anpassen. Jetzt wo Motti krabbelt und alles viel genauer wahrnimmt wurde das Zubettgehen nochmal verändert, denn beide Kinder wollen ihre Qualitiytime mit Mama und Papa. Also wechseln wir uns beim Räuber zu Bett bringen jeden Abend ab, Motti bringe derzeit ich ins Bett, da sie noch gestillt wird und dies mein Mann aufgrund ihm fehlender Milchwölbungen oberhalb seines Bauchnabels nicht übernehmen kann.

Gegen 18 Uhr essen wir möglichst alle gemeinsam zu Abend. Danach wird noch eine kleine Runde gespielt und gegen 18:30 Uhr die Kinder in ihre Schlafanzüge verfrachtet. Sandmännchen wird kuschelnd auf dem Sofa geguckt, der Sand aufgefangen und in die Hosentasche gesteckt (wir werden ihn später noch dringend brauchen) und danach Papa und Motti mit dicken Knutschern gute Nacht gesagt. Die Zähne werden geputzt, Hände und Gesicht gewaschen und dann startet die erste Diskussion. Wieviele Bücher werden heute Abend gelesen? Wir einigen uns auf zwei Geschichten, der Räuber sucht sie aus. In Kuscheln und Harmonie vereint, lesen wir die Geschichten. Dann fordere ich den Räuber auf, das Licht auszumachen (habe sonst ich gemacht, führt aber zu Heulanfall beim Kurzen, da er es machen will *grrr*). Es beginnt die nächste Dikussion: „Mama, bitte noch eine Geschichte, biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitte!“ Und da Konsequenz ja bekanntlich ein Arschloch ist, lasse ich mich meist noch auf eine klitzekleine Geschichte raushandeln.

Wenn das Licht dann endlich aus ist, wir gute Nacht gesagt und ein Küsschen verteilt haben, geht es monoton los: „Mama, ich bin noch nicht müde. Ich bin nicht müde. Maaama, nicht müde, ich bin nicht müde, Mama!“ Ich stelle mich dann einfach schlafend in der Hoffnung, dass er über sein Gemecker einschläft. Tot stellen wenn Gefahr droht, wie in der Tierwelt. Irgendwann döse ich dann einfach weg, bis ich vom ungehaltenen, mittlerweile geschrieenen „Maaaaaaamaaaaaaaaaaaaaa, ich bin nicht müde!!!“ aus meinem 30 Sekundenschlaf geweckt werde. Hier kommt dann der Sand vom Sandmännchen aus der Hosentasche ins Spiel. Puh, wie gut, dass ich welchen aufgefangen habe 😉 Der Räuber gibt sich jetzt langsam geschlagen und fordert noch sein La Le Lu ein, wobei er dann langsam einschläft. Yeah, Mama ist der Sieger, schluck das. Und jetzt wecken und sagen: „Siehste, hab dir doch gesagt, dass du müde bist“.

PicsArt_01-18-09.33.28Manchmal sind der Göttergatte und Motti in der Zwischenzeit kuschelnderweise auf dem Sofa eingeschlafen, aber nicht lange. Motti ist eher für kurzes Powernapping zu haben. Ist es für sie Zeit ins Bett zu gehen, wird die Flasche zubereitet (ja, ich weiß, oben hat sie doch geschrieben sie stillt? Stilldemenz, oder was?), das Gesicht gewaschen und das Zähnchen geputzt. Rein in den Schlafsack und ab ins Bett. Die Flasche wird angeboten und angeboten, dabei gesummt und gesungen, die Spieluhr aufgezogen, völlige Stille im Raum ertragen. Doch in den seltensten Fällen akzeptiert Motti die Flasche, setzt sich immer wieder auf und will nur auf den Arm. Ich finde stehen auch viel zu anstrengend und so lande ich irgendwann liegend neben Motti im Gitterbettchen. Ganz schön wackelige Angelegenheit. Tja, und da die Milchbar jetzt in Riechweite ist, kann ich das mit der Flasche endgültig vergessen, klippse das Stilltop und den Still-BH auf und der kleine Milchsauger macht sich über die Brust her. Dabei schläft sie dann meist ein. Und ich auch. Habe ich schon erwähnt, dass ich eigentlich ständig müde bin seit ich zweifache Mutter bin? Nein? Ich bin müde, müüüüüüüüdeeee! Wie kann mein Großer nur sagen, er sei nicht müde. Verstehe einer die Jugend.

Irgendwann schlurfe ich dann wieder ins Wohnzimmer zu meinem Mann. Jippie, Zeit zu Zweit. Muss total toll sein für meinen Liebsten, wenn ich völlig zerwuschelt und im Halbschlaf aus dem Kinderzimmer zu ihm aufs Sofa gekrochen kommen. Elternzeit, Zeit für Romantik, Zeit zum Kuscheln, Zeit zum….ach scheiße ich bin müde, Fernsehgucken ist doch auch super. Immerhin zu Zweit, hey.

Denkste, die Powernapperin erwacht relativ zeitnah wieder. Im Gegensatz zum Räuber, der ja schon seit mehreren Wochen davon redet, dass er unbedingt noch ein Geschwisterchen will, nämlich einen Bruder UND eine Schwester (spinnt der?), möchte Motti wohl lieber das jüngste Kind bleiben. Anders kann ich mir den abendlichen Terror nicht erklären. Mehrere Versuche, sie wieder ins Bett zu legen, schlagen fehl und so nehme ich sie irgendwann einfach mit aufs Sofa (und der Award für die Mutter des Jahres geht an mich!) und dann direkt mit zu mir ins Bett. Tja und irgendwann, mal früher, mal später, kommt auch der Räuber angekuschelt.
IMG_20170104_213324_664Schlaf wird eh völlig überbewertet. Wer braucht schon Platz im Bett. Ich könnte sie knutschen und stundenlang angucken, wenn sie so friedlich schlummern. Aber ich hätte auch gerne mal wieder eine Nacht mit mehr als 20 cm Matratze und ohne Dauernuckler an mir klebend. Die Rache wird böse sein, wartet es nur ab. Nach einer durchzechten Partynacht schicke ich euch bei Regen den Rasen mähen oder sowas. Hab ja noch ein paar Jahre Zeit , um den Plan auszuarbeiten. Nur das lässt mich durchhalten. Muharrharr.

In diesem Sinne, gute Nacht. Ich schleiche mich jetzt auch mal auf mein 20 cm Matratzenstück.

Alaaf und Helau – Karneval steht vor der Tür

Am 11.11. um 11:11 Uhr hat die Karnevalssession begonnen. Am 6. Januar, dem Dreikönigstag wurde die fünfte Jahreszeit offiziell eröffnet. Rosenmontag und das närrische Treiben nähern sich rasant. Ich bin mit Karneval, Fastnacht, Fasching, DSC03696Fasnacht oder wie jeder es auch nennen mag, aufgewachsen. Am Karneval finde ich ja die Tanzvorführungen am Besten. Einen ganzen Abend Büttenreden muss ich mir nicht geben. Daher tanzte ich wohl bereits im zarten Alter von 5 Jahren mit Begeisterung in der Garde. Ein kleines Funkenmariechen, CanCan, Radschlag und Spagat, das volle Programm. Und das Ganze hielt ich auch fast 20 Jahre durch. Na gut, das Rad schlagen klappte irgendwann nicht mehr und Spagat nur nach mehreren Wochen üben. Aber hey, hauptsache Spaß dabei. Und den hatte ich immer, mit meinen Mädels übers Parkett fliegen, Tänze ausdenken, Musikstücke überlegen. Hach ja, ich könnte ewig weiterschwärmen. Vielleicht sollte ich meiner Zeit bei den Rhumemäuschen (ja, wir sind die Rhumemäuschen und verdammt stolz darauf) einen eigenen Blogbeitrag widmen. Bilder und Geschichten („Mäuschen trink!“) gibt es genug.

Und als begeisterte Närrin sollen natürlich auch meine Kids toll verkleidet zum Karneval erscheinen. Tja, mein Sohn hat mir den Zahn schon gezogen und mir mit seinen 2,5 Jahren deutlich gesagt, dass er sich nicht verkleiden möchte. Das akzeptiere ich natürlich, vielleicht überlegt er es sich ja noch. Die kleine Motti kann da noch keinen Einspruch einlegen und irgendwie schwebt mir für die Krabbelmaus ein Hummel- oder Schildkrötenkostüm vor. Da passt es perfekt, dass ich von Stoffmeile auf ihre tollen Kostüme zum Karneval hingewiesen wurde. Für Groß und Klein ist etwas dabei, sogar Schnittmuster und passende Stoffe zum Selbernähen. Da ich nicht Nähen kann bzw. die Geduld dazu nicht habe, werde ich mir wohl ein fertiges Kostüm aussuchen für Motti. Den direkten Link zur Karnevalsabteilung findet ihr hier.

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Eine kleine Biene habe ich schon gefunden (Bild ist von der Webseite von Stoffmeile). Ist das nicht herzallerliebst? Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Kurze damit umherkrabbelt und einfach nur zuckersüß aussieht. Und bei den teilweise eisigen Temperaturen am Rosenmontag, kann das Kostüm sogar über die Klamotten gezogen werden, um nicht zu frieren, wenn dem Prinzenpaar gewunken wird.

Da fällt mir ein, ich habe noch gar kein Kostüm für mich gefunden. Nichts wie an den Karnevalsverkleidungsschrank. Zur Erklärung: In diesem Zauberschrank ist ein Fundus an Kostümen aller Richtungen. Alle meine Tanzkostüme aus den vergangenen Jahren sind dort vertreten sowie Kostüme von mir und meiner Mutter. Da wird sich sicherlich noch etwas finden, das über meine Hey-ich-hab-zwei-Kinder-in-nichtmals-zwei-Jahren-bekommen Wampe passt. Sonst geh ich als Bauchtänzerin. Ich habe mal gehört, dass es beim Bauchtanz gerne schwabbeln darf 😉

Also ihr Jecken und Karnevalsverschmäher, langsam wird es Zeit sich ein Kostüm zu überlegen oder sich drinnen zu verkriechen.

In diesem Sinne Hahle Buntau!

 

7 Tage Detox – vegan entgiften


Es geht los. Das Projekt 7 Tage Detox beginnt. Ich hoffe es auch mit zwei kleinen Mäusen hinzubekommen. Kochen tue ich eh jeden Tag, da sollten diese Rezepte auch umsetzbar sein. Sie sollen ja nicht so aufwendig sein. Der erste Einkaufszettel war auf jeden Fall bunt gewürfelt und der Biomarkt  freut sich über einen großen Einkauf und Bares in der Kasse. Da sind jetzt schon Sachen in unserer Küche zu finden, die da bisher noch nicht waren. Nun ja, du bist was du isst. Und ich bin die nächsten Tage wohl eine Matcha-Gemüse-Hirse-Pflanze…gibt schlimmeres würde ich sagen.

Tag 1: Aufbruchsstimmung

Startgewicht feststellen: 65,5 kg. Also noch 3 kg mehr, als vor der Schwangerschaft mit Motti und 6 kg mehr als vor der Schwangerschaft mit dem Räuber. Das Ausmessen des Körpers habe ich ausgelassen. Dies ist die Testwoche. Klappt es gut, legen wir im Januar nochmal los. Und dann mit ausmessen.

Eigentlich wollte ich versuchen, den Tag mit einer kurzen Meditationseinheit zu beginnen. Hmm, meine Tochter hatte was dagegen und so haben wir beim Frühstück vorbereiten einfach ein bisschen geOMt. Als der Sohnemann dann auch aus dem Bett geschlurft kam, hatte ich mein Essen bereits fertig und für die Kids was anderes gemacht. Denn Matcha und Kleinkinder verträgt sich glaub nicht so perfekt.

img_20161208_210254Frühstück: Matcha-Schoko-Shake und Superfood-Cornflakes mit Gojibeeren und Matcha

Der Shake war ein Gedicht, für mich eine absolute Alternative zum Kaffee (oh scheiße ja, der ist beim detoxen gestrichen). An den Matchageschmack bei den Cornflakes musste ich mich allerdings gewöhnen. Ich habe weniger als angegeben genommen, da er sehr herb schmeckt. So konnte ich es gut essen. Die benötigten Beeren (Erd-, Heidel-, Brombeer) habe ich als TK genommen, im Sommer mit frischen Beeren sicherlich noch leckerer.

Jeden Morgen darf man sich zwischen einem von drei Matcha-Shakes entscheiden. Vanille, Zimt oder Schoko. Daher führe ich den Shake nicht mehr explizit beim Frühstück auf. Es gibt ihn IMMER dazu.

Mittagsessen: Feldsalat mit Belugalinsen, Apfel und Cranberrys

Nomnomnom! Knoblauchalarm im Dressing, aber soooooooo lecker. Die Kombination sieht komisch aus, klingt komisch, aber der Geschmack überzeugt vollkommen.

Abendessen: Süßkartoffel-Toasties mit Avocadocreme, Räuchertofu und Röstzwiebeln (für mich ohne Tofu)

Mein Highlight des Tages. Ich liebe Süßkartoffeln, ich liebe Avocados, ich liebe Zwiebeln. Läuft bei mir, würde ich sagen. Auf den Räuchertofu habe ich bewusst verzichtet. Ich mag den Geschmack und den Geruch überhaupt nicht. Habe einfach die Grammzahl Tofu auf die Süßkartoffelmenge gepackt. Dazu leckere Tomaten. Herrlich.

Fazit des 1. Tages:

Der Kochaufwand ist nicht höher, als wenn ich sonst frisch für uns koche. Allerdings muss das Mittagessen bereits am Vorabend vorbereitet werden, da es für meinen Mann in der früh (verlässt um halb sieben das Haus) zu aufwendig wäre Frühstück und Mittagessen zuzubereiten.

Ich fühle mich gut und satt und zufrieden.

Tag 2: Ziel fokkussieren

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Frühstück: Schoko-Hirse-Frühstücksshake

Der Shake macht unglaublich satt. Irgendwie fällt es mir leichter mein Frühstück zu essen anstatt es zu trinken. Ich habe ewig gebraucht bis ich mit frühstücken fertig war. Aber lecker schokoladig, obwohl ich weniger Kakao als angegeben genommen habe.

Mittagessen: Quinoapizza mit Low-Fat-Hummus und Tomate

Gute Alternative zur „richtigen“ Pizza. Super sättigend und für mich als bekennender Kichererbsen-Fan klasse mit Hummus. Dazu die frischen Tomaten und Basilikum. Köstlich! Kommt nächsten Sommer mit erntefrischen Tomaten aus dem Garten definitiv nochmal auf den Tisch.

Abendessen: Teriyaki-Blumenkohlsnack

Blumenkohl ist nicht mein Lieblingsgemüse. Aber mit dieser leckeren Teriyaki-Marinade schmeckt er sogar mir. Ich hab ihn bewusst schön knackig gelassen, denn matschepampeweicher Blumenkohl ist für mich ein Graus. Es war so lecker, dass ich vergessen habe ein Foto davon zu machen.

Fazit Tag 2: Meditieren hat wieder nicht geklappt, auch Sport ist ausgefallen. Das Essen hat geschmeckt und satt gemacht. Die 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten sind gut durchzuhalten. Auch die 13 Stunden des intermittierenden Fastens sind locker zu schaffen. Kein abendliches knabbern, dafür etwas früher ins Bett.

Tag 3: Durchhänger

img_20161210_212935Frühstück: Mango-Matcha-Spinat-Smoothie

Lecker und erfrischend. Hat mich aber nicht so glücklich und satt gemacht. Ob es nun am Smoothie selber oder am, wie im Buch so nett beschriebenen, dritten Durchhängertag lag, weiß ich nicht.

Mittagessen: Auberginenturm mit Koriander-Kichererbsen-Creme, karamellisierten Aprikosen und Pekannüssen

Lecker 😋 aber auch, im Vergleich zu meinem alltäglichen Essen, eher aufwendig. Das Türmchen bauen hat ziemlich lange gedauert. Aber das Auge isst nunmal mit, auch wenn es ungestapelt genauso gut schmeckt.

Abendessen: Sommer-Gemüserollen mit Low-Fat-Paprikadip

Summerrolls liebe ich sowieso. Von daher war das mein Highlight des Tages. Rohkost ist bei mir aber oft etwas schwierig und so lag ich am Abend mich Bauchkneifen im Bett.

Fazit Tag 3: Der Durchhänger machte sich nur morgens bemerkbar. Den restlichen Tag ging es mir gut von der Laune her. Meditation habe ich für mich nach diesem Tag abgehakt. Mit wachen Kids keine Chance und abends irgendwie ne und so. Dafür habe ich ein paar Übungen für den Rücken gemacht und mich gedehnt.

Tag 4: Aufstehen, Aufrichten

img_20161211_205705Frühstück: Detoxer-Powershake (Banane, Spinat, Petersilie)

Wieder ein Shake, lecker, aber etwas zu ‚essen‘ ist mir irgendwie lieber.

Mittagessen: Haferflocken-Pfannenbrot mit Tomate und Basilikum auf Haselnussmus

Gewöhnungsbedürftige Kombination. Es schmeckt, war mir aber zu knoblauchlastig. Würde ich nächstes mal mit viel weniger Knoblauch zubereiten. Erinnert ein wenig an Bruscetta.

Abendessen: Kräutersalat mit Cranberrys

Ein leckerer, frischer Salat.

Fazit Tag 4: Der Durchhänger machte sich heute viel stärker bemerkbar bei mir. Wir hatten Kaffeebesuch und wir haben für unsere Gäste Torte geholt. Dazu der leckere Kaffeegeruch. Sehr hart, aber selber Schuld. Für unsere Gäste nur das Beste. Ich bin tatsächlich standhaft geblieben und habe weder Torte gegessen noch Kaffee getrunken.

Tag 5: Erkenne, dass du es schaffen kannst

img_20161212_193220Frühstück: Acai-Bowl mit Müsli-Mix

Yummy, yummy, yummy. Das ist ein Frühstück nach meinem Geschmack. Da wir das Acaipürree nicht bekommen haben, haben wir es durch Heidelbeeren ersetzt.

Mittagessen: Quinoa-Gemüse-Buletten mit Minzdip

Oops, die waren so lecker, dass sie im Mund verschwunden waren, bevor die Kamera bereit zum fotografieren war. Besonders klasse zum mitnehmen.

Abendessen: Grüne Bohnen Asia-Style

Schnelles Bohnengemüse. Lecker, schnell gemacht, gut gewürzt. Wunderbar.

Fazit Tag 5: Motiviert und gut gelaunt durch den Tag gekommen. Abends habe ich sogar ein Workout hinbekommen. Endlich! Beim nächsten Versuch will ich den Hintern öfter hochkriegen.

Tag 6: Ziel vor Augen – Blick zum Gipfel

img_20161213_215835Frühstück: Vanille-Frühstücksshake mit Blaubeeren

Wieder ein Shake. Tja, lecker, aber eben ein Shake. Es gibt ja immer eine zweite Variante. Nur geht der Shake für meinen Mann vor der Arbeit einfach schneller und zwei verschiedene Sachen zu machen, ist mir zu blöd. Also selbst Schuld, Schluss mit jammern.

Mittagessen: Scharfe Bohnen mit Gemüse

Nomnomnom, ich liebe Bohnen. Weiße Bohnen scharf gewürzt. Und wer das Bild angeguckt hat erkennt, genau keine Bohnen. Wieder zu schnell im Mund gelandet.

Abendessen: Low-Fat-Kürbispommes mit Low-Fat-Hummus

Geht immer. Der Hummus ist super schnell selber zu machen.

Fazit Tag 6: Leckerer Tag, guter Tag. Kurz vorm Ziel, tralala.

Tag 7: Geschafft! Auf dem Gipfel

img_20161214_185915Frühstück: Bananen-Petersilien-Smoothie

Ich will Frühstück zum essen. Morgen esse ich was, irgendwas zum kauen. Ja, mit Stückchen drin.

Mittagessen: Rotes Curry mit Reisnudeln

Ich habe es vorgekocht, das war ein Fehler. Frisch schmeckt das bestimmt super, aber aufgewärmt und durchgematscht nur halbgeil.

Abendessen: Schnelles Pfannengemüse Asia-Style

Was soll ich sagen, das war für mich leider der Reinfall. Die letzte Mahlzeit und dann sowas. Nunja, Pech gehabt.

Fazit Tag 7: Geschafft! Durchgehalten und dabei lange nicht solche Frustattacken bekommen, wie beim Fasten oder anderen Diäten.

Insgesamt kann ich die Detox Diät wärmstens empfehlen. Auch für Fleischesser geeignet. Denn sieben Tage vegan sollte doch machbar sein. Die Rezepte sind meiner Meinung nach relativ einfach und schnell gehalten und schmecken gut.

Ich hätte gerne mehr Sport gemacht und die Meditation eingebaut. Nächstes mal, welches es bei uns auf jeden Fall geben wird. Die Wahrheit auf der Waage ist ’nur‘ 1 kg. Besser als nichts, gelle? 😉

Testet es aus. Gerade nach den Feiertagen eine Möglichkeit dem Körper eine Pause zu gönnen, zu erholen und runterzukommen.

Mein bestes Jahr 2017 – Reise zu mir selbst

blogparaden-logo-teilnehmerin-smallIch bin ganz aufgeregt, denn ich darf an der Blogparade von Mein bestes Jahr 2017 teilnehmen. Das Life & Work-Book wurde von den Autorinnen Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken entworfen, um die Leserinnen dabei zu unterstützen, ihre Träume zu erfüllen und ihre Ziele zu erreichen. Es dient aber auch dazu Altes zu reflektieren, indem man sich gedanklich nochmal auf die Reise zurück macht. Welche Träume hatte ich als 8-jähriges Mädchen? Was war in 2016 besonders schön? Zudem werden echte Powerfrauen vorgestellt, die von ihren Erfahrungen berichten. Das Buch vereint also Übungen, Tipps & Tricks  mit Mut machenden Geschichten, somit Arbeitsbuch und Leitfaden in einem.

Auch ich habe mich durch dieses Buch auf die Reise begeben. Und ich kann gleich vorweg nehmen, dass es für mich emotional anstrengend, aufwühlend und erhellend war, mit diesem Buch zu arbeiten.
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Die Übungen beginnen mit „Deine Sternstunden 2016“, z.B. welche Stärken und Talente hast Du 2016 einsetzen können? Welche deiner Träume hast Du Dir in 2016 erfüllt? Danach folgt „Mein Dankesbrief an das Jahr 2016“. Spätestens hier kullerten die ersten Tränen. Denn 2016 war für mich, so schön es mit der Geburt unseres zweiten Kindes, unserer Tochter, im März  begonnen hatte, eine emotionale Achterbahnfahrt, die leider ab der zweiten Jahreshälfte immer weiter bergab ging. Und es tat so verdammt gut diese ganzen Gefühle, die Wut, die Hilflosigkeit, endlich raus zulassen, aufzuschreiben. Sich mit dem Jahr 2016 irgendwie zu versöhnen und DANKE zu sagen, denn auch negative Erfahrungen bringen mich weiter.

Bei der Bestandsaufnahme (Wie ausgefüllt empfindest Du Dein Leben heute in verschiedenen Lebensbereichen?) der derzeitigen Situation wurde mir bewusst, wie unzufrieden ich mit einigen Bereichen in meinem Leben bin. Seit Weihnachten 2013 bin ich zu Hause. Im März 2014 wurde unser Sohn geboren. Seitdem befinde ich mich in Elternzeit. Mein Traumjob, Mutter sein. Und dennoch fühle ich mich oft unterfordert, überfordert, nicht geachtet für meine Arbeit, mit meinen Bedürfnissen nicht wahrgenommen, nehme Rücksicht auf andere und vergesse mich selbst dabei. Nun ist es an mir, dieses in 2017 zu ändern. Träumen, planen, umsetzen. Als Motto für mein bestes Jahr 2017 habe ich mir „Mein Leben leben, nicht das der anderen“ ausgesucht. Und gewagt zu träumen, wie meine Geschichte weitergehen soll, womit ich mich gerne öfter beschäftigen möchte, welche Mentoren ich mir an meiner Seite wünsche und was ich Neues lernen und entdecken möchte.

Dann ging es für mich an die Aufgabe: 20 Dinge, die ich dieses Jahr mit meiner Familie und meinen Freunden erleben möchte. Tja, hier wird wieder deutlich, dass ich dringend mehr in mich hineinhören muss, auf mich Acht geben muss und mich auch wieder besser kennen lernen sollte. Denn ich habe es geschafft sage und schreibe einen Punkt zu finden, EINEN!!! Bei allen Ideen die ich hatte, kamen in mir Gedanken auf wie „Das geht nicht mit zwei Kindern, das kann ich nicht machen, da gibt es bloß wieder blöde Sprüche von jemandem“ etc. Ihr merkt wohl langsam, was ich mit emotional anstrengender Bearbeitung dieses Buches meinte.

Es gibt ein Lied von Helene Fischer. Da singt sie: „Auf der Suche nach mir, nach mir selbst bin ich weit gegangen. Denn ich weiß was ich will, ich folg meinem Gefühl nach vorn. Ich hab mich selber nie verloren. Heute weiß ich genau mein Fallschirm geht auf. Ich spring, weil ich bei mir gelandet bin!“ Ich folge derzeit meinem Gefühl, um der Mensch zu sein, der ich sein will. Nicht der, den andere von mir erwarten. Wenn ich damit anecke soll es eben so sein. Mein Glück kann ich nur finden, wenn ich ich bin. Daher erlaube ich mir in 2017 egoistischer zu sein. Mehr an mich und meine Familie zu denken, statt es anderen Menschen recht zu machen. Vielleicht lande auch ich dann irgendwann bei mir und kann mutig springen.

Meine Reise ist noch nicht zu Ende, das Buch wird mich weiter begleiten. Es hat mir die ersten Denkanstöße vermittelt und eine Richtung aufgezeigt. Nun hoffe ich auf mein bestes Jahr 2017.

Wenn ihr einige der Übungen mal ausprobieren mögt, was ich euch nur wärmstens empfehlen kann, habe ich euch hier einige als Download zur Verfügung gestellt.

Das Life & Workbook könnt ihr hier erwerben. Zudem gibt es noch ein Business-Book, welches hier zu finden ist. Es handelt sich um Affiliatelinks, d.h. ich erhalte eine kleine Provision ohne das euer Einkauf teurer wird.

Das Life & Work-Book wurde mir für den Beitrag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Artikel entstand unentgeltlich und meine Meinung ist meine eigene.

Und schaut auch unbedingt bei Kathrin und Daniela vorbei. Die berichten euch ebenfalls heute über ihre Erfahrungen mit dem Buch. Gestern haben Annina, Sabrina und Steffi schon etwas dazu veröffentlicht.

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